[Bild nicht gefunden]mit meinem kollegen habe ich mir mal gedanken ueber das leben eines lichtpausers gemacht. fuer die, die mit der alten begrifflichkeit nix anfangen koennen: kopierer im fachchargon. meistens ist er ja nur auf zeit im hause, trotzdem waechst er schnell zur zentralen institution im kollegenkreise heran. von den einen geliebt und von anderen gehasst. staendig wird an ihm gefummelt, gerissen, gedrueckt, upgedatet und betatscht. nette personen fuettern ihn mit oekologisch geprueften ergaenzungsmitteln. leider ist ihm das thema inkontinenz auch nicht fremd. selbige personen helfen ihm von zeit zu zeit auch hierbei. lauts stoehnen, aechzen, und ryhtmisches bewegen ist ihm auch nicht fremd. bei nacht schaltet er auf standby und harrt der dinge die ihn am fruehen morgen, nach einer kurzen aufwaermphase erwarten. mal sind es kleine haeppchen mit bildchen oder spannende, grosse waelzer zu lesen, die er anschliessend wieder zu papier bringt. ein treuer freund. wenns mal zwickt und zwackt meldet er sich mit heller aufregung und lichtspielen zu wort. es kommt dann der onkel litzendoktor und biegt zurecht was verbogen ist. beide sind wahre helden.
aber was ist, wenn er alt und missverbraucht in der ecke steht?! ein neuer sproessling ihm durch besser leistungsorientierung und kraft den rang abgelaufen hat. schnell wird er vergessen und ins nahe oder ferne ausland zum gnadenbrot verbannt. kommt unter aufsicht in polnische, ukrainische oder auch afrikanische haende. dort erwacht er zu neuem leben. zum teil auch als falschgeldpresse. heissa, das macht spass. das gibt dem leben neuen sinn!
